Das Ei spielt in jeder Kultur eine besondere Rolle. Es ist der Anfang und das Ende, Leben und Tod, Geburt und Hoffnung. In vielen Kulturen galten und gelten Eier als Heil-, Fruchtbarkeits- und Opfersymbole. Sie wurden auch auf den Weg ins Jenseits mitgegeben.



In der chinesischen Mythologie bildeten sich aus dem Weltenei PANKU die Erde (Yin) und der Himmel (Yang).

Im alten Ägypten wurde der Sonnengott Re auch als Ei dargestellt.

In der griechischen Schöpfungsmythologie entsprang aus dem silbernen Weltenei Eros, der das All in Bewegung setzte.

Im Hinduismus wurden Brahma und Shiva aus dem kosmischen Ei geboren.

In der christlichen Welt symbolisiert das Ei Hoffnung und Auferstehung. Es wure als Symbol der Urschöpfung aus vorchristlicher Zeit übernommen.
Dass wir unsere Ostereier bunt färben und kunstvoll verzieren, erklärt der Wiener Sexual- und Lebensberater Dieter Schmutzer folgendermaßen: "Faktisch in allen Kulturen steht das Ei als Fruchtbarkeitssymbol schlechthin. Aus der Eizelle entsteht alles Leben, deswegen ist es unser Verlangen, das Ei, das uns das Leben bringt, besonders schön zu gestalten."

Das Ei ist ein gute Beispiel für die Gestaltungslehre:
"Wenn man eine Kugel in ihrer absoluten, geometrischen Form zusammendrückt, entsteht in der Deformation die Gestalt eines Eies. Aus der absoluten Ruhe ist so Bewegung und Ausdruck entstanden, das erste Lebenszeichen in der abstrakten Formenwelt der Geometrie."

(Zitat Wander Bertoni)

 

Seit den Fünfziger Jahren sammelt Wander Bertoni Eier. Seine Sammlung umfasst derzeit ungefähr 4.000 Exponate. Um diese auch würdig präsentieren zu können, entstand die Idee, ein architektonisch einmaliges Gebäude zu bauen.





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